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Peer Review in der Anlage von Kola

Dem KKW der Polarlichter

 

Das KKW Kola wurde am malerischen Ufer des Imandra Sees im Nördlichen Polarkreis errichtet und es befindet sich 12 km von Poljarnyje Sori entfernt, einer Stadt, die 1968 für die Beschäftigen der neu errichteten Anlage gegründet wurde. Die Bewohner gaben der Stadt den Namen Poljarnyje Sori in Anlehnung an das Phänomen der Polarlichter, eine einzigartige natürliche Lichterscheinung, die auf das Polarklima zurückzuführen ist. Die Bewohner konnten diese Lichter im Himmel über der Stadt bestaunen.

 

Als Zeichen seiner Verpflichtung, die Standards der nuklearen Sicherheit aufrechtzuerhalten und auszubauen, lud das KKW Kola WANO Moskau ein, vom 2. bis 17. Februar 2017 ein Peer Review durchzuführen. Das Peer Review Team setzte sich aus 25 Experten aus Armenien, Bulgarien, Ungarn, Indien, Russland, der Slowakei, den USA, der Ukraine und Schweden zusammen. Jan Nano, der als Vertreter der slowakischen Behörden teilnahm, war der Teamleiter und Lajos Hadnagy aus Ungarn sein Stellvertreter. Anatoly Tikhomirov, Chemical Department Head, vertrat das Kernkraftwerk Kola bei dem Peer Review.

Die Anlage von Kola deckt die Hälfte des Strombedarfs von Murmansk Oblast und es befinden sich dort zwei unterschiedliche Reaktortypen. Der Teil 1 besteht aus den Blöcken 1 und 2 mit VVER-440 V-230 Reaktoren, während sich im Teil 2 die Blöcke 3 und 4 mit VER-440 V-213 Reaktoren befinden.

Seit der Inbetriebnahme befindet sich das KKW Kola in einem Prozess der stetigen Verbesserung. Von 1991 bis 2005 wurden die Komponenten von Teil 1 umfassend umgerüstet. Damit entsprach das KKW dann den neuen behördlichen Anforderungen für die nukleare Sicherheit und erhielt die Genehmigung zu einer Laufzeitverlängerung um 15 Jahre. Im Jahre 2007 wurden die Umrüstungen in den Blöcken 3 und 4 eingeleitet. Als Ergebnis dieser Verbesserungsmaßnahmen erhielt Block 3 im Jahr 2011 die Genehmigung für eine Laufzeitverlängerung.

Zur Erhöhung der elektrischen Leistung in den laufenden Anlagen wurde in Block 3 im Zeitraum von 2011 bis 2015 ein Probebetrieb durchgeführt, durch den die Genehmigung zum kommerziellen Betrieb mit einer Leistung von 107% erlangt wurde. Block 4 läuft seit 2014 mit einer Leistung von 107% im kommerziellen Betrieb.

Die Mitarbeiter haben dem KKW Kola den Beinamen „Edelstein Polesiens" gegeben, weil es unter den Polarlichtern wie ein Edelstein funkelt.